RWE Energieriese – der ehrliche Spot!

Den neuen Werbefilm des Energiekonzerns RWE kennen viele. Schon dreist, wie sich der Energieanbieter als grüner Riese inszeniert, der voller Liebe zur Natur den Ausbau Erneuerbarer Energien vorantreibt. Nichts davon ist wahr. Mit der Werbekampagne betreibt RWE reines Greenwashing, denn nur zwei Prozent seiner Energie gewinnt der Konzern aus Erneuerbaren Energien. Für uns war das Anlass, die ehrliche Version des Spots zu produzieren. Auch ihr könnt kreativ werden.

Mit Greenwashing versuchen Konzerne, ihr Image per Werbekampagne aufzupolieren und versuchen sich einen grünen Anstrich zu geben. Mit Hilfe dieser Taktik soll von der recht ungrünen Wirklichkeit der Firmen abgelenkt werden. Meister dieses Fachs ist beispielsweise die Atomindustrie, wie der RWE-Spot wieder beweist.

Doch Greenwashing-Kampagnen lassen sich entlarven. Die vier folgenden Kriterien helfen dabei.

Verlogenes Geschäft: Ein Konzern macht Werbung mit einem umweltfreundlichen Programm oder Produkt. Doch die Produktpalette und/oder das Kerngeschäft des Unternehmens sind nicht nachhaltig ausgerichtet oder sogar umweltbelastend. Zum Beispiel RWE: Der Konzern präsentiert sich als sanfter Riese, dem nichts mehr am Herzen liegt als Windkraftanlagen und Gezeitenkraftwerke. Tatsächlich ist das Unternehmen ein ausgewiesener Klimakiller.

Werbe-Getöse: Passgenau auf Zielgruppen abgestimmte Werbe- und PR-Kampagnen übertreiben eine ökologische Leistung, um von tatsächlichen Umweltproblemen abzulenken. Oder auch: Die Werbekampagne ist teurer als die tatsächliche Leistung des Konzerns.

Politisches Handeln: Ein Unternehmen brüstet sich mit einer grünen Firmenpolitik, während es Lobbyarbeit gegen ausstehende oder laufende ökologische Gesetzgebungen und Vorschriften betreibt.

Gesetzliche Ebene: Ein Konzern stellt seine Produkte als besonders ökologisch dar, obwohl sie nur bestehende Regularien und Gesetze erfüllen. Zum Beispiel: Ein Unternehmen ist juristisch gezwungen worden, ein Produkt zu ändern, seine Umweltverschmutzung zu vermindern oder eine bedrohte Tierart zu schützen. In anschließenden PR-Kampagnen behauptet der Konzern, alles sei auf rein freiwilliger Basis geschehen.

Kommentare

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  1. » Riesen haben ihren Arsch nicht vorne! Wespennest

    [...] YouTube eine andere, ehrlichere Version und findet über Twitter etliche Zuschauer. Mehr noch: Greepeace ruft zu einer Kampagne auf und es ist wirklich spannend, was sich in den nächsten Tage diesbezüglich noch entwickeln [...]

    18.8.2009 um 22:35 Uhr

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