14.
Mai

Die Wölfe sind zurück!

Der Wolf war früher in ganz Europa verbreitet, wurde jedoch in West- und Mitteleuropa weitgehend ausgerottet

Ein Gespenst geht um in Deutschland. Ein Geist, den man längst vertrieben glaubte, hinterlässt wieder Trittsiegel im feuchten Sand, im Schnee. Alles hatte man daran gesetzt, ihn auszulöschen, seiner habhaft zu werden! Halali, die Jagdgesellschaften rüsten sich schon zu ihrem blutigen Geschäft. Jagt ihn, hetzt ihn: Er stiehlt uns das Vieh, hat das Rotkäppchen und die sieben Geißlein gefressen!

Empirische Beobachtungen in der Oberlausitz belegen, dass es seit der Rückkehr des Wolfes zu keinem erheblichen Rückgang der Hauptbeutetierarten (Schalenwild) auf der Jagdstrecke gekommen ist. Ergo besteht kein Grund, in irgendeinem Bundesland der BRD, den Wolf zur Jagd wieder freizugeben. Unterstützt die Kampagne zum Schutz der Wölfe auf GreenAction.

15.
April

Greenpeace-Expedition bringt 2,7 Millionen Unterschriften zum Nordpol

Die "Flagge der Zukunft" und fast drei Millionen Unterschriften haben den Nordpol erreicht.

Es ist geschafft: Greenpeace-Aktivisten haben am Montagmorgen die Namen von fast drei Millionen Arktisschützern in einer Glaskapsel auf den Meersgrund am Nordpol abgesenkt. Damit setzen sie ein Zeichen gegen die Zerstörung dieser einzigartigen Region und fordern ein internationales Schutzgebiet in der “hohen Arktis”.

Die Namen im Innern der Kapsel – per Laserverfahren auf zwei Glasscheiben eingraviert – stammen von den fast drei Millionen Menschen, die die Greenpeace-Petition zum Schutz der Arktis auf savethearctic.org unterzeichnet haben. Die 16 Männer und Frauen, die sich an der Expedition beteiligt haben, blicken auf eine strapaziöse Woche zurück: Eisverwerfungen, offene Wasserkanäle und die unberechenbare Drift der Eisfläche machten das Vorankommen mit Skiern und Schlitten schwierig. Den letzten Teil der Strecke mussten die Teilnehmer mit einem Hubschrauber zurücklegen.

Sieben Tage nach ihrem Aufbruch aus dem Camp Barneo hat es das Team schließlich geschafft: Durch ein Loch in der Eisdecke konnten die Aktivisten die 30 Zentimeter große Kapsel aus Glas und Titan vier Kilometer tief auf den Meeresgrund absenken. In einer Titan-Ausführung auf die Kapsel montiert ist die “Flagge der Zukunft” – ein Symbol für die Jugend der Welt. Greenpeace hatte das Design der Flagge Anfang des Jahres in einem Wettbewerb ermittelt.

10.
April

Schwarzspechtfamilie sucht neues Heim

Unser Specht-Pärchen ist obdachlos. Warum? Weil die Buche, in der ihre Altbauwohnung lag, gefällt wurde. Nun sind die beiden auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Vorzugsweise soll es eine Altbauwohnung in einem intakten Buchenwald-Viertel sein. Folgende Ausstattung sollte die Wohnung aufweisen: Mindestalter: 140 Jahre, glatte Rinde, gern im Biotop-Stil. Aufgrund stark gestiegener Einschläge in alten Buchenwäldern besteht auch Interesse an der Gründung eines Mieterbündnis gegen Wohnungseinschlag.

Was könnt ihr jetzt tun? Druckt die Buchenwaldanzeige (auf Recyclingpapier) aus und verteilt sie bei euch in der Stadt, so dass wir möglichst schnell eine neue Unterkunft für die beiden finden. Und werdet am besten auch gleich Baumpate. Wie das geht, steht hier.

22.
März

Internationaler Tag des Waldes

Am Donnerstag war der Internationale Tag des Waldes. Greenpeace hat auf der Straße einmal nachgefragt: Was bedeutet dir Wald? Welche Baumart ist heute am häufigsten vertreten? Welche Baumart wuchs ursprünglich in Deutschland? Wieviel Wald steht unter Schutz vor der Säge?

Mehr Infos zum Waldschutz in Deutschland findet ihr in der Kampagen “Stoppt die Säge – Schützt unsere alten Buchenwälder” auf GreenAction.

14.
März

Flagge der Zukunft

Siegermotiv der Flagge der Zukunft.

“Gestalte eine Flagge, die die Jugend der Welt repräsentiert und für Frieden, Hoffnung und globale Gemeinschaft steht!” Dieser denkbar schweren Aufgabe haben sich Kinder und Jugendliche aus 54 Ländern gestellt, die an dem Greenpeace-Wettbewerb für den Schutz der Arktis teilgenommen haben. Jetzt steht die Siegerin fest – und damit die Schöpferin der “Flagge der Zukunft”, die von Greenpeace mit an den Nordpol genommen wird.

Zusammen mit dem Weltverband der Pfadfinderinnen rief Greenpeace im November den Design-Wettbewerb ins Leben, mit dem ein Symbol für die Jugend der Welt geschaffen werden sollte. Unter den insgesamt 800 Einsendungen hat eine Jury – der auch Modeikone Vivienne Westwood angehört – jetzt den Entwurf von Sarah Batrisya, einer 13-jährigen Pfadfinderin aus Malaysia, als Siegermotiv ausgezeichnet.

Mit den besten achtzehn Beiträgen wird Greenpeace im April zu einer Expedition in die Arktis aufbrechen, wo diese im Rahmen eines besonderen Zeremoniells nochmals präsentiert werden. Der Siegerentwurf wird anschließend zusammen mit den Namen von über zwei Millionen Unterstützern, die auf der Petitionsseite savethearctic.org für den Schutz der Arktis unterzeichnet haben, am Meeresgrund befestigt.

Du willst auch gegen Shell aktiv werden, dann besuche die Kampagne “Stopp Shell – Rettet die Arktis!”

4.
März

Werde Baumpate!

Mehr Infos zum Waldschutz in Deutschland findet ihr in der Kampagen “Stoppt die Säge – Schützt unsere alten Buchenwälder” auf GreenAction.

20.
Februar

Wenn die Bienen sterben …

Biene beim Nektar sammeln.

Fleißig und unermüdlich summt die Arbeitsbiene von einer blühenden Pflanze zur nächsten – und befruchtet diese dabei ganz nebenbei. Laut Welternährungs-organisation FAO hängt über ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittel-produktion von bestäubenden Insekten wie Bienen oder Hummeln ab.

Seit mehreren Jahren bedrohen das Bienensterben und der Zusammenbruch ganzer Bienenvölker die Artenvielfalt. Die Kosten, die der Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft entstehen, wenn die Biene als Bestäuber eines Tages ausfallen sollte, sind enorm. Nach Schätzungen der Universität Hohenheim beträgt der ökonomische Wert der Bestäubung pro Jahr weltweit 70 bis 100 Milliarden Euro und in Deutschland etwa 2,5 Milliarden Euro.

Verwirrte Bienen durch Pestizide

Eine der Ursachen für das Bienensterben, sind Neonicotinoide. Das sind Nervengifte, die häufig in Pflanzenschutzmitteln vorkommen. Sie werden in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt und gelten als hochwirksame Insektizide. Auch für Säugetiere sind sie giftig.

Wissenschaftler aus Frankreich und Großbritannien entdeckten, dass Neonicotinoide (wie Clothianidin, Thiametoxam Imidacloprid) Bienen verwirren und Hummeln dezimieren. Zudem bringen die Hummeln weniger Königinnen hervor. Deren Zahl beeinflusst die Zahl der neuen Nester.

Schließ dich dem Protest gegen das weltweite Bienensterben an und unterstütze die Kampagne “Stoppt das weltweite Bienensterben” auf GreenAction.

7.
Februar

Tipps zur Weltverbesserung

Die GreenAction-Aktivistin Celandine hat eine Liste erstellt, um zu zeigen wie man ganz einfach “die Welt verbessern kann”. Hier ihre Tipps:

ÖkoStrom nutzen!

Vegetarier/in werden! oder:
Überfischten Fisch meiden!
Weniger Fleisch! – am besten 1mal in der Woche
BIO Fleisch kaufen.
Fleisch bewusst kunsumieren!

Strom sparen!
Computer, Fernseher usw. ganz ausschalten – nicht StandBy!

Wasser sparen!

Niemals den Wasserhahn laufen lassen!

Heizung aus!
Nur Heizung nutzen, wenn man sie wirklich braucht. Es tut nicht weh einen Pullover anzuziehen!
Heizungen nachts runter drehen!

Licht aus!
Lampen immer aus machen, wenn man sie nicht nutzt!

BIO Wasch- und Putzmittel benutzen!

Müll trennen!

Mit Deckel kochen!

Stoßlüften!
Fenster nicht kippen. Stattdessen wenige Minuten komplett öffnen. So vermeidet man, dass zu viel Wärme entweicht.

Energieeffiziente Geräte nutzen!

Keine Batterien!
Möglichst neue Geräte ohne Batterien kaufen. Lieber solar- oder dynamobetriebende Geräte kaufen oder welche mit Akkus.

Weniger Plastik!
Plastikflaschen 2Mal benutzen!
Plastiktüten mehrmals benutzen oder ersetzen.

Nachfüll-Verpackungen nutzen!

Regionale Produkte kaufen!

Saisonale Produkte kaufen!

Nur BIO-Eier kaufen!

Fair Trade kaufen!
Wer will schon den Menschenhandel von Kinder, Kinderarbeit, Zwangsarbeit und die Verarmung der 3. Welt unterstützen?

Kein Tropenholz!
Lieber einheimische Hölzer kaufen. Durch den Kauf von Tropenholz unterstützt man die Abholzung des Regenwaldes und somit das Artensterben. Wenn dies so weiter geht, kann es z.B sein, dass 2015 die Orang Utans ausgestorben sind :(

Kein Palmöl!

Kosmetikartikel, die an Tieren getestet wurden, meiden!

Artikel von Firmen, die Tierversuche durchführen, vermeiden!

SecondHand einkaufen!

Keine Seife!
Seifenfreie Seife kaufen – basierend auf Pflanzenöl.

Öko- bzw. Recycling- benutzen/kaufen!

Z.B Klo- und Küchenpapier

“Made in China” vermeiden!
China tritt nicht nur Menschenrechte sondern auch den Natur- und Umweltschutz mit Füßen.
Außerdem kann es sein, dass in China-Produkten Giftstoffe vorhanden sind. In China kommen immer wieder Skandale wegen giftiger Ware ans Licht.

Kurzstrecken mit dem Auto meiden!

Fast-Food-Geschäfte vermeiden!

Zoos und Zirkusse (mit Wildtieren) meiden!
Tiere sind keine Ausstellungsstücke, die man sich anschauen kann.

28.
Januar

Schmähpreise gehen an Goldman Sachs & Shell!

Goldman Sachs erhielt den Jurypreis des "Public Eye Awards" für das übelste Unternehmen.

Greenpeace Schweiz und die Erklärung von Bern (EvB) haben den Public Eye Award vergeben. Den Preis, der für herausragende Fälle von Profitgier und Umweltsünden verliehen wird.  Mit dem Jurypreis darf sich die US-Bank Goldman Sachs zieren. Den Publikumspreis, über den online abgestimmt wurde, erhielt Shell. Rund 16.500 der Onliner stimmten für Shell.

Greenpeace Schweiz und die Erklärung von Bern (EvB) vergeben den Preis feierlich an die US-Bank Goldman Sachs. Als zentraler Akteur in der finanzgetriebenen Globalisierung hat der Bankkonzern sich diese Ehre gebührend verdient. “Die Derivate-Deals von Goldman, die Griechenland in die Eurozone schummelten, verpfändeten die Zukunft der Griechinnen und Griechen. Zudem sind die Manager von Goldman Sachs Meister der Drehtür – durch den Wechsel in politische und öffentliche Ämter sichern sie der Bank die Geschäfte von morgen”, erklärte Andreas Missbach, Finanzexperte der Erklärung von Bern die Entscheidung.

Michael Baumgartner, Jury-Vorsitzender der Public Eye Awards ergänzt: “Goldman Sachs ist nicht nur einer der Hauptgewinner der Finanzkrise. Die Bank ist darüber hinaus ein wichtiger Player im Rohstoff-Casino: Sie hat diese Märkte als neue Geldquelle erschlossen und destabilisiert die Rohstoffpreise. Wenn die Preise für Nahrungsmittel wie 2008 alle Rekorde brechen, werden Millionen Menschen in Hunger und Elend gestürzt.”

An der Wahl des Konzerns, an den der Publikumspreis geht, haben sich knapp 42.000 Internetnutzer beteiligt. Rund 16.500 von ihnen entschieden sich für den niederländisch-britischen Konzern Shell. Der Ölkonzern ist für seine risikoreichen und schmutzigen Ölförderprojekte bekannt – zuletzt mit dem Vorhaben, in der Arktis zu bohren. Shell legte in den letzten Monaten eine bedenkliche Pannenserie hin, dabei hat der Konzern mit den Bohrungen noch nicht einmal angefangen.

Schätzungen gehen davon aus, dass die Ölreserven der Arktis nur drei Jahre reichen. Dafür setzt Shell eines der letzten Naturparadiese der Erde aufs Spiel und gefährdet den Lebensraum von vier Millionen Menschen und einer einzigartigen Tierwelt. Experten sind sich sicher: Eine Ölkatastrophe ist jederzeit möglich und kann unter den in der Arktis herrschenden Bedingungen kaum eingedämmt werden.

Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International, sagt: “Shell hat 4,5 Milliarden Dollar in ein unsinniges, hochriskantes Projekt investiert und damit nur Probleme geschaffen. Die Publikumswahl zeigt, dass die Öffentlichkeit ein wachsames Auge auf Shell hat und dessen ruchloses Vorgehen auch in Zukunft sanktionieren wird.”

Die Verleihung des Public Eye Award findet nicht von ungefähr zeitgleich zum World Economic Forum (WEF) in Davos statt. Die Veranstaltung soll ein kritisches Gegengewicht liefern zu jener Zusammenkunft der “Global Player”, den Akteuren der Weltwirtschaft, die in geschlossenem Kreise über die Köpfe der Menschen hinweg beratschlagen und in der Regel auf menschen- und umweltverachtende Geschäftspraktiken setzen.

7.
Januar

Wer wird das übelste Unternehmen des Jahres?

Public Eye Award: Adbusting Shell.

Ende Januar vergeben die Erklärung von Bern und Greenpeace wieder die Public Eye Awards für die schlimmsten Fälle von Missachtung der Umwelt und der Menschenrechte. Bis zum 23. Januar kann online über das übelste Unternehmen des Jahres abgestimmt werden. Nominiert sind sieben Konzerne: Alstom (FR), Coal India (IN), G4S (UK), Goldman Sachs (USA), Lonmin (ZA), Repower (CH) und Shell (NL).

Die Verleihungen des Schmähpreises finden Ende Januar im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz in Davos parallel zum World Economic Forum (WEF) statt. Die Preisverleihung wurde erstmals im Jahre 2000 organisiert, um zu zeigen, dass menschen- und umweltverachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen haben: die Konzerne bezahlen mit ihrem Image.

Der Public Eye Award soll einen Kontrapunkt zur Veranstaltung des WEF setzen, bei dem sich die Global Player treffen. In den liberalisierten Märkten können sie rechtlich oft nicht in die Verantwortung genommen werden, wenn sie beispielsweise überlebenswichtige Medikamente patentieren, Arbeiterinnen und Arbeiter unter unwürdigen Bedingungen ausbeuten oder Rohstoffe erschließen und dabei die Zerstörung der Umwelt in Kauf nehmen.

Ein Beispiel ist das Unternehmen Shell, das die Jury aus Wirtschaftsethikerinnen und -ethikern nominiert hat. Trotz herber Rückschläge setzt Shell weiter darauf, in der Arktis nach Öl zu bohren und damit das fragile Ökosystem zu gefährden. Außerdem hat Shell die Umstellung auf erneuerbare Energien aus seiner langfristigen Strategie gestrichen. Aber Shell steht nicht alleine da.